Es gibt ein Leben vor dem Tod

Reisen und Anderes
Reisen Seychellen Vergessen zuzuordnen

Kreolisches Essen

Martha und Eva sind sich sympathisch. Die Beiden quatschen immer wieder miteinander und so erfährt Eva vieles von Marthas Leben auf den Seychellen, von ihrer Familie (sie hat drei Töchter und man braucht wohl nicht unbedingt einen Mann um sie groß zu ziehen) und ihren Freuden und Sorgen (die Tochter der russischen Besitzerin ist seit gestern da und benimmt sich ziemlich arrogant).

Und weil Martha Eva mag bietet sie ihr auch an, am letzten Abend kreolisch zu kochen. Ein bisschen versteckt hinter tropischen Pflanzen gibt es in der Villa Dorado auch ein überdachtes Plätzchen mit einem Grill. Da hinauf soll ein Fisch, den wir aber zuerst kaufen müssen. Also steige ich noch einmal mutig in unser Mietauto und wir fahren die zwei Kilometer zum Stand am Meer, wo die Fischer ihre Ware anbieten. Wir müssen gleich am späten Vormittag fahren, damit es noch Fische gibt. Es hat wohl auch noch einen anderen Grund: Es ist heiß und die Fische liegen einfach so da. Fliegen gibt es auch. Ich mag mich da nicht hineinsteigern und mir ist auch klar, dass die Fliegen wohl keinen Unterschied machen, ob die Fische später in Restaurants oder privaten Töpfen landen. 200 Rupien kostet der wirklich schwere Kauf, 25 zusätzliche fürs Ausnehmen (Martha meint, sie hätte etwas weniger zahlen müssen, aber das ist okay so). Wir kaufen auch noch Zwiebel, Tomaten und Paprika für die kreolische Soße und kommen heil wieder daheim an.

Zubereitet wird dann am nächsten Tag. Weil sich Eva noch nicht so wohl fühlt, mache ich den Ausflug auf die Inseln und zum Schnorcheln alleine. Eva verbringt einen erholsamen Tag und unterstützt Martha mit Wort (unterhalten) und Tat ( Gemüse schnipseln). Ich brauche dann nur noch an den Tisch zu sitzen und zu essen. Feine Sache.

Als Beilage gibt es neben der kreolischen Soße auch Brotfrucht. Das sind große gelbe Früchte, die zahlreich auf Palmen wachsen. Als der Tourismus noch nicht das große Geld brachte, war diese Frucht das Hauptnahrungsmittel. Das mag der Grund sein, warum die Jungen das Zeug nicht so mögen und lieber zu Reis greifen, erzählt Martha. Sie hat die Frucht geschält, in grobe Stücke geschnitten und einfach in Wasser gekocht. Man kann sie auch in Kokosmilch kochen oder Chips daraus machen, lernen wir.

Uns hat es geschmeckt auch wenn wir gerade mal die Hälfte des riesigen Fisches weg putzen konnten. Martha wird Verwendung dafür finden, sie fährt am nächsten Tag zu ihrer Familie. Ein würdiges Abschiedsessen.

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