Es gibt ein Leben vor dem Tod

Reisen und Anderes
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Krank in den Tropen

Die Blasenentzündung hat sich bereits am zweiten Urlaubstag bei Eva angekündigt. Mein Ratschlag, Unmengen von Wasser zu trinken, hat nur bewirkt, dass es nicht schlimmer wird. Am vierten Tag kam erhöhte Temperatur, mal mehr, mal weniger, aber so richtig vertreiben ließ sie sich nicht. Genauso wenig wie der Husten. Auch wenn es nicht tragisch war, dämpft es doch den Urlaubsgenuss. Eva tat brav alles, was die jeweiligen Gastgeber so empfohlen haben, sie trank Tee aus Kräutern des Hotelparks in La Digue, löffelte Honig, aß Ingwer und kaute Knoblauch, schluckte die mitgebrachten Hustensäftchen und lutschte meine Hustenbonbons – viel hat sich nicht geändert.

Nun war Schluss! Die Reiseleiterin brachte uns in das 5 Minuten entfernte Krankenhaus und das machte wider Erwarten keinen allzu schlechten Eindruck. Dass sie eine Stunde in der Ambulanz warten musste, ist nicht viel anders als bei uns. Dass es dort sehr zugig war, fand Eva dann  allerdings überhaupt nicht lustig, hatte sie doch kalte Klimaanlagen und Zugluft als Ursache für ihre Beschwerden in Verdacht. Es wurde noch schlimmer. Der asiatische Arzt zu dem sie nach langer Wartezeit gebracht wurde, saß in einem Zimmer in dem die Klimaanlage so richtig gefordert war. Sie hat durchgehalten, bereits die erste Ration Antibiotika und Hustenzeugs geschluckt und nun wird alles gut.

Die Auslandskrankenversicherung hat sie nicht gebraucht. Die Arztrechnung betrug 200 Rupien, so viel wie eine Pizza kostet, und die Medikamente weniger als bei uns die Arzneigebühr.

Und ich war inzwischen ein bisschen am Strand und habe fotografiert, die Ausbeute ist bescheiden, aber damit der Blog nicht nur Text hat, stell ich sie herein.

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Als Belohnung für die Aufregung haben wir dann nicht mit der Wimper gezuckt, als wir erfahren haben, was das Dinner im Nachbarhotel kosten soll: 40 Euro. Für jeden. Ohne Getränke. Das Essen war okay aber meiner Meinung nach den Preis nicht wert: ein Buffett mit drei Vorspeiseplatten (eine davon Cole Slaw, also ein Krautsalat), drei Hauptspeisen (Huhncurry, Lammkotlett mit Minzsauce, Fisch) und als Dessert Fruchtsalat, Eis und gebackene Bananen. Überhaupt war das ganze Hotel schön und neu, aber man wird den Eindruck nicht los, dass den Besitzern ein bisschen das Gefühl dafür, was ein Viersternhotel ausmacht, fehlt. Da ist mir unsere Villa Droado deutlich lieber.

Links:

Crown Beach Hotel

 

0 Kommentare

  1. gute besserung an eva – so eine „tropenkrankheit“ kann ein em ja den ganzen urlaub vermiesen :-(.
    und euch beiden eine schöne restzeit! 🙂

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