Es gibt ein Leben vor dem Tod

Reisen und Anderes
Aida: Karibik und Amazonas

Die Île Royale

Henry Charriere war hier, Dreyfuss war hier und noch viele andere, berühmte und weniger berühmte Männer – viele von ihnen nicht freiwillig sondern als Gefangene. Dabei schauen die drei kleinen Inselchen, die da vor uns auftauchten fast schon kitschig aus, grün, voller Palmen. Nur der Sandstrand fehlt.

Die Inseln hießen ursprünglich „Inseln des Heils“, weil die ersten Siedler hierher vor einer Gelbfieberinvasion geflüchtet sind. So richtig zum Wohlfühlen waren sie denn doch nicht und so wurden sie zwangsbesiedelt: Schwerverbrecher, aber auch Kleinkriminelle wurden von Frankreich hierher gebracht und so wurde die berühmte Gefängnisinsel daraus, die man beispielsweise aus Roman oder Film „Papillion“ kennt.

Hier kann unser Schiff nicht anlegen, wir erleben unsere Tenderpremiere bei ziemlichem Wellengang. Dann ein Regenguss zum Empfang. Der ist kurz und bleibt der einzige, danach ein angenehm warmer Spaziergang (manche sagen es wäre schwül, uns gefällt es) rund um die Insel (rundherum sind es gerade mal 2,5 km) und auch auf den kleinen Hügel. Schon schaurig zu sehen, wie klein die Gefängniszellen waren, in denen die meisten der Gefangenen innerhalb weniger Jahre gestorben sind. Die verfallenen Mauern sind vielerorts schon verwachsen, die Natur deckt die schlimme Geschichte zu.

In der Mitte der Insel steht auf den Ruinen des ehemaligen Gefängnisses ein Hotel, dort trinken wir einen Punsch, wie uns am Schiff empfohlen, und schauen hinüber auf die beiden anderen Inseln die von Touristen nicht betreten werden können. Ob es der Punsch oder die so spezielle Insel ist, die uns darüber philosophieren lässt, wie brutal die Spezies Mensch sein kann?

Wer mehr über die Inseln wissen möchte, Aida hat  interessante Informationen zusammengefasst.

Wissenswertes zur Insel (Quelle Aida Bordzeitung)

 

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